Schülerinnen und Schüler gestalten ihre Umgebung selbst
Mit dem Ende des vergangenen Schuljahres entstand der Wunsch nach einem neuen Schul-Logo für die HTL Mödling. Die Initiative dafür ergriffen DI Heike Fornezzi-Lukabauer und DI Ronald Wagner, die als Design-Team der Schule einen Logodesign- und Ideenwettbewerb ins Leben riefen.
Mit der Übernahme der Schulleitung durch Ing. Mag. Katharina Übl-Zelenka im Herbst 2025 erhielt das Vorhaben zusätzlichen Rückenwind. „Es war uns nun möglich mit der Unterstützung unserer neuen Direktorin voller Elan durchzustarten“, so Wagner. Im Mittelpunkt des Prozesses stand die Idee, dass Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen sollen, ihre Umgebung selbst zu gestalten und in Veränderungs- und Neugestaltungsprozesse eingebunden zu werden.
„Mit- und Selbstbestimmung waren unter der neuen Schulleitung nicht mehr nur eine Idee, sondern wurden von Beginn an als gelebte Philosophie umgesetzt“, betont Ronald Wagner weiters.
Daraufhin wurde der Logodesign- und Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Bis zum 09.02.2026 hatten interessierte Schülerinnen und Schüler Zeit, sich für den Wettbewerb anzumelden. Am 04.03.2026 endete dann die Einreichungsfrist. Die Zeitplanung war bewusst so gestaltet, dass ausreichend Raum für kreative Prozesse und die Weiterentwicklung von Ideen blieb.
Insgesamt wurden 40 Entwürfe eingereicht. Die Bewertung erfolgte durch eine 14-köpfige Jury in drei Durchgängen. Ihr gehörten neben der Schulleitung auch die Personalvertreterin, der Vorsitzende des Absolventenvereins, die Schülervertretung, Abteilungsvorstände, der Verwaltungsleiter sowie eine externe Fachjurorin an.
Die ersten beiden Bewertungsrunden fanden in anonymisierter Form statt. Das Design-Team übernahm die Anonymisierung sämtlicher Einreichungen und versah die Arbeiten mit Nummern, um eine objektive Beurteilung sicherzustellen.
Bewertet wurden die Entwürfe anhand klar definierter Kriterien: Einfachheit, Einprägsamkeit, Skalierbarkeit, Vielseitigkeit, Lesbarkeit sowie die Übereinstimmung mit dem Leitbild der Schule.
Neun Projekte qualifizierten sich schließlich für die dritte und letzte Runde. Diese bestand aus einer offenen Jurydiskussion mit anschließender Punktevergabe. Am Ende des Auswahlverfahrens wurden folgende Entwürfe prämiert:
1. Platz: Annika PREIS, 5B der Höheren Abteilung für Holztechnik
2. Platz: Anthony GRAF, 2A der Höheren Abteilung für Green Building & Umweltingenieurwesen und Luzian HALBWIDL-PFEIL, 3A der Höheren Abteilung für Green Building & Umweltingenieurwesen
3. Platz: Veronika SOBCHUK, 4B der Höheren Abteilung für Green Building & Umweltingenieurwesen
1. Anerkennung: Benjamin FISCHÖDER, 5B der Höheren Abteilung für Innenarchitektur
2. Anerkennung: Valerie NEMETH, 5B der Höheren Abteilung für Innenarchitektur
Workshop im Designstudio
Am 27.04.2026 fand die Auszeichnung und Ehrung der besten Projekte statt. Alle ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträger wurden anschließend Teil des Logo-Design-Teams und nahmen an einem Workshop in einem professionellen Designstudio teil. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie das neue Erscheinungsbild der Schule im Alltag sichtbar und erlebbar gemacht werden kann. Gemeinsam wurden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entwickelt und erprobt – von der Werkstättenkleidung bis hin zu digitalen und gedruckten Kommunikationsmitteln.
Zur schulweiten Abstimmung standen dann zwei Logos, das Siegerprojekt der Jurybewertung und eine Fusionierung aus Platz 2 und Platz 3 der Jurybewertung. Zum schulweiten Logo wurde anschließend mit 76% der abgegebenen Stimmen das Projekt von Veronika Sobchuk gewählt. In ihre abstrakte Grafik flossen auch die Icons von Anthony Graf und Luzian Halbwidl-Pfeil ein. Besonders erfreulich ist die hohe Teilnehmerzahl, denn an der Abstimmung haben sich 1.500 Personen aus der gesamten Schulgemeinschaft beteiligt, die damit die Möglichkeit nutzten, aktiv an der Gestaltung der visuellen Identität der Schule mitzuwirken.
DI Heike Fornezzi-Lukabauer und DI Ronald Wagner ziehen eine durchwegs positive Bilanz. Es habe sich gezeigt, welches kreative Potenzial in der Schülerschaft steckt. „Der Wettbewerb war von der ersten Minute an ein höchst demokratischer und transparenter Prozess“, zeigt sich Fornezzi-Lukabauer erfreut.